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Laboranalyse

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Laboranalyse

Spezielle Laboruntersuchungen können helfen, eine chronische Stressbelastung sichtbar zu machen. Ein geeigneter Laborparameter ist die Messung von Cortisol im Speichel. Das Hormon Cortisol wird in der Nebenniere gebildet und bei physiologischer Stressreaktion ausgeschüttet.

Voraussetzung dafür ist die Aktivierung der Cortisol-Produktion durch Hormone, die im Gehirn bei Stress aktiviert werden: Das Corticotropin Releasing Hormon (CRH) im Hypothalamus, einem Bereich im Zwischenhirn, und dem adrenocorticotropen Hormon (ACTH) in der Hirnanhangdrüse (Hypophyse). Verschwindet der Stressauslöser regulieren die beiden Hormone die Cortisol-Bildung wieder herunter und die Regenerationsphase kann beginnen.

Cortisol kann in Blut, jedoch wesentlich unkomplizierter auch im Speichel gemessen werden. Speichel wird nach Vorschrift in einem speziellen Röhrchen gesammelt. Werden mehrere Proben, die über den Tag verteilt gewonnen wurden, analysiert, stellt man fest, dass die Werte zu verschiedenen Tageszeiten unterschiedlich hoch sind. Als Anpassung an die bevorstehende Tagesbelastung zeigt sich morgens ein hoher Wert, der im Tagesverlauf bis zum Abend hin abfällt. Man spricht hier von einer zirkadianen Rhythmik. In der Nacht steigt der Cortisol-Spiegel wieder bis zum Morgen an. Zur Einschätzung des Cortisol-Tagesrhythmus haben sich die Analyse des Morgenwertes kurz nach dem Aufstehen und die des Abendwertes 12 Stunden danach bewährt.

Dauerstress führt zum Anstieg des Cortisols über die Normgrenzen vor allem am Morgen, der Tagesrhythmus bleibt erhalten. Krankhafte Veränderungen durch Stress lassen sich an einem zunehmenden Absinken des Wertes unter den normalen Status erkennen. In schwerwiegenden Fällen (Burn-Out) steigt Cortisol im Vergleich zum Morgen am Abend sogar an. Auch Mittagessen ist ein Stressauslöser, deswegen steigt Cortisol mittags nach dem Essen an, sinkt aber schnell wieder ab. Hohe Cortisol-Spiegel am Abend können Schlafstörungen auslösen.

Serotonin ist ein Neurobotenstoff, der eine wichtige Rolle bei der Stressanpassung spielt. Zahlreiche Studien zeigen eine ansteigende Serotonin-Synthese als Folge von akutem Stress. Bei Dauerstress sinkt die Bereitstellung von Serotonin. Schuld daran ist ein Anstieg von Immunbotenstoffen, die die Nutzung der Aminosäure Tryptophan als Vorstufe von Serotonin behindern. Dies führt langfristig zu einem Serotoninmangel. Da der Gehirnbotenstoff Serotonin nicht am Ort des Geschehens gemessen werden kann, ist die Messung der Ausscheidung von Serotonin, nämlich im Urin, die geeignete Methode.

Zur Messung von Cortisol und Serotonin steht als „Neurostress-Test“ ein spezielles Set zur Verfügung.
Die Auswertung der Testergebnisse enthält eine Einschätzung des Stresszustandes und ausführliche Therapievorschläge.

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